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"Jubel und Begeisterung in der Kirche"
Jubiläumskonzert am 27. März 2011 in der evangelischen Margarethenkirche Eisingen Träume
aus Tönen - Chor und Solisten Seite an Seite und hautnah mit einem
Star-Tenor: Ein gelungener Auftakt zu den Jubiläumsfeierlichkeiten
unter der Leitung von Chordirektorin Siegrun Stütz
„Rücken
Sie bitte zusammen“ war immer wieder auf der Projektionsleinwand zu
lesen, um auch noch dem letzten Besucher Platz zu bieten. Die
Projektionen begleiteten das ganze Konzert, damit jeder, auch der auf
einem weniger guten Platz, in das zu Erwartende mit einbezogen werden
konnte. In zwei Vorstellungen wurde das Konzert in der bis auf wirklich
den allerletzten Platz besetzten Kirche zu Gehör gebracht. Natürlich
waren die Initiatoren über das Interesse begeistert.
Voll des
Erlebten will die Schreiberin, z.Z. passive Sängerin, versuchen, die
Begeisterung, mit der sie erfüllt war und noch ist, an die Leser
weiterzugeben, ohne unglaubwürdig zu wirken. Man ist ja Bestes von der
Chorgemeinschaft Eintracht Eisingen gewohnt. Aber was hier zusammen mit
dem Projektchor und Solisten Jay Alexander, Ilona Förster, Rudi Vogel
unter der Leitung von Chordirektorin Siegrun Stütz gezaubert wurde, war
ein Projekt voll Können und Emotionen und, man kann sagen, bei uns noch
nie Dagewesenem, obwohl in den vergangenen Jahren wirklich schon oft
unter Beweis gestellt wurde, was die „Eisinger „so drauf haben.“
Dieses Konzert sprengte alles und wurde von den Akteuren zu einem
Konzert der Superlative.
Kaum standen die Karten zum Verkauf,
waren sie auch schon vergriffen. Zwei Veranstaltungen total ausverkauft
bis auf den letzten Platz (man wartete förmlich auf Rückgabe von
Karten, aber leider fast vergebens). Natürlich hat unser Zugpferd, der,
wie ihn der 1. Vorsitzende Hans-Peter Karst nannte „aus Bauschlott
importierte Weltstar aus Eisingen“ Jay Alexander dazu
beigetragen, dass von dem Konzert viel erwartet wurde. Aber
Kirchenkonzerte des Chores hatten schon immer einen verdient hohen
Stellenwert im Repertoire „der Eisinger“ und waren schon immer gut
besucht.
Man merkte unserem Vorsitzenden Hans-Peter Karst bei
der Begrüßung doch ein wenig seinen Stolz an, dem Publikum ein so
hochwertiges Konzert zu bieten. Und sein kleiner, charmanter Wink mit
dem Zaunpfahl: „Vergessen Sie nicht, nach dem Konzert Ihr Handy wieder
anzuschalten“, hat gewirkt.
Pfarrer Manfred Weida hat es sich
nicht nehmen lassen, in seiner Begrüßung die Besucher mit der
Entstehung und dem Inhalt „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod
vertraut zu machen. Texte in deutsch und lateinisch hatte man ausgelegt.
Das
ganze Konzert widmete sich Werken geistlicher Musik der Romantik, im
Mittelpunkt die Aufführung der „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod. An
der Orgel einfühlsam begleitet von Matthias Kohlmann, der sich mit
brillanten Tönen voll Harmonie auf den Chor und die Solisten
einstellte. Er eröffnete mit dem „Präludium und Fuge G-Dur, Opus 37“
von F. Mendelsohn-Bartholdy, das Konzerterlebnis.
Und dann....
der Einsatz des Chores: Gänsehautfeeling pur schon bei der
Einstimmung auf die mit Spannung erwartete „Cäcilienmesse“. Keine
Nervosität war zu spüren, nur Konzentration auf die Anweisungen der
Dirigentin und auf die eigene Stimme. Wenn ein Chor mit einem
Tenor wie Jay Alexander, bekannt aus Funk und Fernsehen,
gemeinsam musizieren darf, kann man annehmen, dass Solisten und
Chor doppeltes Adrenalin durch den Körper strömt und alle zu Hochform
auflaufen lässt.
„Laudate Dominum“ von Charles Gounod, ein bewegender Vortrag.
„Jauchzet
dem Herrn alle Welt“, 100. Psalm, F. Mendelsohn-Bartholdy, auch mit
diesem Vortrag ernteten die Akteure hochverdienten Beifall und konnten
sich nun voll auf die Aufführung der „Cäcilienmesse“, bis heute
aktuelle Art der kirchlichen Musik, konzentrieren.
Wieder
wurde ein Projektchor ins Leben gerufen und die Zahl spricht für sich,
120 Sängerinnen und Sänger, bestehend aus den eigenen Chormitgliedern,
Sängerinnen und Sänger anderer Stützchöre und aus Nachbargemeinden,
hatten sich für das gemeinsame Projekt gefunden. Über ein Jahr hatte
dieser Projektchor unter Leitung von Chordirektorin Siegrun Stütz, mit
enormem Probenaufwand auf das Ereignis hingearbeitet. Bei den letzten
Proben war dann auch Jay Alexander dabei, um auch das Gemeinsame zu
üben. Man kann sich denken, dass die Proben für Sängerinnen und Sänger,
aber auch bestimmt für unsere Dirigentin, ziemlich anstrengend waren
und die ganze Kraft und Stimme den Akteuren abforderten. Man hat sich
aber auf das vorhandene eigene Potential besonnen und dieses sicherlich
voll ausgeschöpft. Das Ergebnis: Ein wunderschönes, gemeinsames
Miteinander, die Töne dort, wo sie hingehören, selbst in den ziemlich
schwierigen höchsten Höhen. Einfach gesagt: Hervorragend, ergreifend
und vor allen Dingen sehr schön. Die vielen Mühen, auch ein
Probenwochenende im Kloster Schöntal, haben den gewünschten Erfolg
gebracht. Man kann schon stolz auf so einen Chor sein, der übrigens
auch optisch wirklich etwas hermachte. Schwarz das elegante Outfit,
lindgrün die Schals und lindgrün gestreift die Krawatten. Sehr schön
anzusehen:
 Dankbar
und stolz darf die Chorgemeinschaft auch darüber sein, dass sie in
ihren eigenen Reihen Solisten hat, die sich immer wieder stimmlich
bilden und den Status „Könner“ erreicht haben. Ilona Förster mit ihrem
glockenhellen, klaren Sopran und Rudi Vogel mit seinem weichen,
einfühlsamen Bariton, das sind sie, unsere eigenen Solisten. Beide.
d’Ilona und de Rudi, waren noch besser bei Stimme, als gewohnt. Und Jay
Alexander, man weiß einfach, was für ein fantastischer Tenor er ist.
Die Soli, ein Ohrenschmaus, und der Chor schüttete eine Wundertüte an
Klängen in die Herzen der Zuhörer.
Dem Höhepunkt „Messe“ schloss sich das weitere Highlight an, der Soloauftritt unseres bekannten
Startenors Jay Alexander. Es erfüllt uns mit großer Freude, dass er es
trotz (für ihn natürlich wünschenswert) angespannter Terminlage möglich
gemacht hat, mit uns zu musizieren. Am Klavier begleitet von Juna
Tcherevatskaia, ein eingespieltes Team. Mit einleitenden Sätzen und
überleitenden Worten erfreute er uns mit “Lascia ch’io pianga“ von
G.F. Händel, „Der Engel“ von Richard Wagner, "Caro mio ben" von
Tomassio Giordani, „Ave Maria“ von C. Franck“, Largo” von G.F.Händel
und ganz wunderbar, das “Vater unser”, mal anders als gewohnt, als
“Lords Prayer” von A.H. Malotte. Wir wissen, was Jay Alexander kann,
aber ihn so hautnah, mitten unter uns zu hören, was für ein Erlebnis.
Er hat uns gezeigt, welchen Bogen er mit seiner Stimme spannen kann,
weich bis kräftig, die Endungen ausgehaucht und trotzdem bis auf den letzten Ton zu hören,
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piano und forte, ein Kaleidoskop von Tönen, bunt wie die Farben eines Regenbogens. Er hat unser Innerstes erfreut und
bewegt... Auch
das Schlusslied war ein bewegendes Erlebnis. Unsere Dirigentin
ermunterte die Gäste zum Mitsingen. „Die Kirche soll klingen, ringsum“
Und so war’s dann auch. Der Chor hatte sich im ganzen unteren Bereich
der Kirche verteilt, die Solisten vorne. In der Kirche klang’s
wirklich, wie gewollt, mit einigen Hundert Stimmen: „Herr Deine Güte
reicht soweit“. Rückenschauer pur und ein wundervoller Abschluss. Das
Publikum riss es aus den Bänken, und nicht enden wollender Applaus
belohnte die Akteure. Es war ein Jubiläumskonzert, das seinem Namen
alle Ehre gemacht hat.

Allen
Aktiven darf - nein muss, weil es ein inneres Bedürfnis ist- an
dieser Stelle ein Dank ausgesprochen werden, der alles umfasst,
Disziplin, Proben, Einsatz, Auftritt. Für alles kann man nur ein
bewunderndes, herzliches danke sagen.
Auch seien noch einige Worte unserer Dirigentin, Chordirektorin Siegrun Stütz, gewidmet. Lange
hat Sie nach einem Werk gesucht, das dem Anlass und dem Chor gerecht
wird und was man einem Laienchor abfordern kann. Die „Cäcilienmesse“
hatte sie dann ausgewählt, zwar mit dem Wissen, dass es für den Chor
nicht ganz leicht werden würde. Aber Dank ihrer Begeisterung, die sich
auf den Chor übertrug, konnte sie die Sängerinnen und Sänger so
motivieren, dass Meisterhaftes geleistet wurde. Ihr gilt hierfür unser
ganz besonderer Dank.
Text: Hanne Burkhardt - Fotos:
Ladislaus Gulyas
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